Jahrelang galt der Industrie-PC als nahezu unverzichtbarer Bestandteil der Architektur von Automaten.
Er ermöglichte die Steuerung von Visualisierung, Datenerfassung, Software-Integration und Konnektivität. Doch mit der Weiterentwicklung der Produktionsanforderungen und der Paradigmen von Industrie 4.0 stieß dieser Ansatz zunehmend an seine Grenzen.
Heute stehen Maschinenbauer nämlich vor neuen Anforderungen:
Vor diesem Hintergrund prüfen immer mehr OEMs alternative Architekturen, die fortschrittliche Funktionen beibehalten und gleichzeitig IT-Komponenten eliminieren, die traditionell als unverzichtbar galten.
In herkömmlichen Architekturen dient der Industrie-PC oft als Integrationselement.
Mit der Zeit kann dieser Ansatz jedoch verschiedene Probleme mit sich bringen:
Gleichzeitig erfordern moderne Industriemaschinen immer häufiger fortschrittliche Funktionen:
Die eigentliche Herausforderung besteht daher darin, diese Funktionen beizubehalten und gleichzeitig die Gesamtarchitektur zu vereinfachen.
In den letzten Jahren haben moderne HMI- und Edge-Plattformen dieses Szenario grundlegend verändert.
Heute sind fortschrittliche Bedienfelder nicht mehr nur einfache Bedienerschnittstellen, sondern Plattformen, die in der Lage sind:
Dies ermöglicht es den Herstellern, die Abhängigkeit von Industrie-PCs zu verringern und gleichzeitig ein hohes Maß an Flexibilität zu bewahren.
Eines der Themen, das diese Entwicklung beschleunigt, ist die Cybersicherheit.
Vorschriften wie NIS2 und der Cyber Resilience Act treiben die Branche in Richtung besser kontrollierbarer, aktualisierbarer und standardisierter Architekturen.
Die Reduzierung nicht unbedingt notwendiger IT-Komponenten ermöglicht es nämlich:
Für viele OEMs wird die Vereinfachung der Architektur daher nicht nur zu einer technischen, sondern auch zu einer strategischen Entscheidung.
Im Rahmen des gemeinsam mit Tecnorobot entwickelten Ansatzes wurden die Vereinfachung der Maschinenarchitektur und die Weiterentwicklung des Service als Teile desselben Projekts behandelt.
Die Technologien von EXOR International ermöglichten den Verzicht auf den Industrie-PC durch eine Architektur auf Basis von eX200-Panels und der JMobile-Laufzeitumgebung, wobei die SQL-Integration, die OPC-UA-Unterstützung und die betriebliche Flexibilität erhalten blieben.
Parallel dazu hat die Corvina-Plattform Fernkonnektivität und sicheren Zugriff auf die Anlagen eingeführt und damit eine Grundlage geschaffen, die für zukünftige Entwicklungen in Richtung Analytik, KI und zentralisierte Verwaltung des Maschinenparks bereit ist.
Das Ergebnis ist eine einfachere, sicherere und zukunftsfähige Plattform, ohne dass Maschinenarchitektur und digitale Dienste voneinander getrennt werden.
Wenn es um die digitale Weiterentwicklung von Industriemaschinen geht, beginnt der eigentliche Wandel oft bei der Architektur.
Unternehmen, die diesen Weg heute beschreiten, führen nicht einfach nur neue Technologien ein; sie bauen Plattformen auf, die einfacher, sicherer und besser auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet sind.
Und genau diese Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Leistung aufrechtzuerhalten, wird in den kommenden Jahren zunehmend den Unterschied ausmachen – genau wie es Tecnorobot durch den Einsatz der Technologien der X Platform getan hat.